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Entstehung von Brandrauch

Rauch ist ein meist durch Verbrennungsprozesse entstehendes Aerosol in feinstverteilter Form aus Abgasen, Staubpartikeln (Ruß, Flugasche, Unverbranntes) und Nebeltröpfchen (Wasser, Öldämpfe, Säuredämpfe).

Voraussetzung für die Entstehung des Verbrennungsprozesses ist ein Zusammentreffen von:

  • einem brennbarem Stoff,
  • Wärme und
  • Sauerstoff.

im richtigen Mengenverhältnis.

Verbrennungsdreieck

Der eigentlichen Verbrennung fester Stoffe geht die Bildung eines “zündfähiges Dampf-Luft-Gemisches” voraus. Dieser Prozess beginnt bei Erreichen der Temperatur des Flammpunktes.

Die Temperatur, die zur Entzündung erreicht werden muss (die so genannte Zündtemperatur) ist für verschiedene Stoffe unterschiedlich und liegt zum Beispiel für Holz bei 280 – 340°C, für Kunststoffe bei 200-300°C und für Zeitungspapier bei ca. 175°C.

Ein Brand entsteht meist durch entzünden einer kleinen Brennstoffmenge (zum Beispiel durch einen Funken). Die dabei freigesetzte Wärme erhöht die Temperatur in der unmittelbaren Umgebung über die Zündtemperatur und es entsteht eine “thermische Kettenreaktion”.

Die auf Grund der Wärmeentwicklung unter dem Zündpunkt entstehenden Gase (zum Beispiel aus Möbeln) und Rauch sammeln sich unter der Decke und heizen sich auf 500 bis 600°C auf. Durch die Wärmestrahlung werden weitere Einrichtungsgenstände ohne Zündflamme schlagartig in Brand setzt. Das gesamte Zimmer steht durch dieses “Flash-Over” genannte Phänomen innerhalb kürzester Zeit in Flammen.

Flashover 30 sekFlashover 120 sek

Die Überlebenschancen für Personen bei einem Flash-Over ist auf Grund der entstehenden Hitze von bis zu 1.000°C außerordentlich gering. Kommt es durch die Zufuhr von Sauerstoff (zum Beispiel beim Öffnen der Zimmertür) zu einer Durchzündung oder Explosion des heißen Gasgemisches (dem so genannten “Backdraft”) gibt es keine Überlebenschance.

Der Zeitraum von der Entstehung eines Brandes bis zum Flash-Over beträgt meist nur zwei bis drei Minuten. In diesem kurzen Zeitraum hat eine im Raum befindliche Person die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Ein Rauchwarnmelder hat vordergründig die Aufgabe, die Personen im Raum bzw. der Wohnung oder im Haus so schnell wie möglich nach Entstehung eines Brandes zu warnen, um die kurze Zeit auszunutzen, um alle Personen in Sicherheit zu bringen.

Um diese Aufgabe optimal ausführen zu können, muss der Rauchwarnmelder schon bei geringen Mengen Brandrauch zuverlässig feststellen und einen Alarm abgeben.

Deshalb sind die technischen Eigenschaften sowie die Montage und Wartung (Begehung, Inspektion und Funktionstest) von enormer Wichtigkeit.

Quelltext: http://www.rauchmelderpflicht.eu

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