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Rauchmelder Marken & Modelle

Tests, Vergleiche und einfach alles was du über Rauchmelder wissen musst…

Auf jeden Fall sollte man beim Kauf auf die Fertigung und Zertifizierung nach der DIN-Norm EN 14604 achten, die in Deutschland von der VdS Schadenverhütung GmbH und dem TÜV Kriwan ausgestellt wird. Das garantiert auf jeden Fall, dass Bauteile, Geräte und Systeme den höchsten Prüfstandards entsprechen.

Die DIN-Norm EN 14604 legt fest, dass jeder zertifizierte Rauchmelder:

  • über eine Prüftaste verfügen muss
  • über ein akustisches Signal verfügt, das 30 Tage vor Entladung den niedrigen Batteriestand angekündigt
  • über einen Alarm verfügt, der eine Lautstärke von mindestens 85dB(A) haben muss

Mein Tipp: Damit man beruhigt schlafen kann, sollte man Rauchwarnmelder einsetzen, mit einer – 10 Jahre Gerätegarantie und – 10 Jahre Langzeitbatterie.

 

Das heißt, eine LED-Anzeige, die die Gerätefunktion anzeigt, gehört beispielsweise nicht zu den Standardfunktionen. Sie wäre ein Add-on, das der eine oder andere Händler als Sonderfunktion anbietet.

Die preisliche Differenz der unterschiedlichen Modelle basiert in erster Linie auf

  • der unterschiedlichen Langlebigkeit der Geräte
  • ihrer unterschiedlichen Qualität
  • einer höheren Alarmsicherheit
  • reduzierten Fehlalarmen
  • oder diverse Sonderfunktionen – wie beispielsweise eine Stummschaltung, die ermöglicht, die Empfindlichkeit des Melders bei Fehlalarm für einen bestimmten Zeitraum herabzusetzen
  • einer großen Auswahl an Form und Farbe der Geräte

Q – Neues, unabhängiges Qualitätszeichen für Rauchmelder

Q-Qualitätssiegel für Rauchmelder
Ein weiteres, neues und unabhängiges Qualitätssiegel ist das „Q“ – es versteht sich als Ergänzung zur DIN-Norm und umfasst folgende Leistungs-Kriterien: Geprüfte Langlebigkeit, Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Sensibilität und eine zuverlässige Funktionsbereitschaft von mindestens zehn Jahren. Mit dem neuen Qualitätssiegel soll dem Verbraucher eine Einkaufshilfe an die Hand gegeben werden, um sich im Dschungel der Anbieter besser orientieren zu können. Denn „Qualität bedeutet Sicherheit“, so der Slogan. Und um die geht es im Markt der Rauchmelder schließlich.

Montage und Installation von Rauchmeldern

Rauchmelder lassen sich normalerweise ohne besonderes handwerkliches Geschick mit wenigen Schrauben und Dübeln, die dem Gerät beiliegen, montieren. Die benötigten Löcher gemäß beiliegender Montage-Anleitung in die Decke bohren, Dübel setzen und den Rauchmelder festschrauben: Eine umfangreiche Übersicht von verschiedenen Bohrmaschinen, Bohrhämmern und Akkuschraubern findet man zum Beispiel unter Elektrowerkzeug-Vergleich.de. Daneben besteht – je nach Hersteller – alternativ auch eine Befestigungsmöglichkeit mit Klebe- oder Magnetpads. Achtung: Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass die Melder bei dieser Montageform die Zertifizierung durch die VdS verlieren und bei ungeeignetem Untergrund kann es sein, dass sich das Gerät nach einiger Zeit von der Decke löst. In der Regel ist es danach defekt.

Die Standortwahl ist ein sehr wichtiger Faktor

Eine der wichtigsten Fragen ist jedoch, wo der Rauchmelder am besten angebracht werden soll, denn nur am richtigen Ort kann das Gerät rechtzeitig und zuverlässig den Alarm auslösen. Wer in einem Bundesland mit Rauchwarnmelderpflicht lebt, sollte hier unbedingt die vorgegebenen Bestimmungen beachten. In der Regel wird ein Rauchmelder im Kinderzimmer, im Schlafzimmer und im Flur – wenn dieser als Fluchtweg dient – vorgeschrieben. Wer einen Rundum-Schutz möchte, kann darüber hinaus auch einen Rauchmelder im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer anbringen.

Montage und Installation von Rauchmeldern: Der Standort ist entscheidend

In Küche und Bad sowie im Keller und auf dem Dachboden ist die Montage eines Rauchmelders nicht ratsam, da hier Staub oder Wasserdampf zu häufigen Fehlalarmen führen können, was wiederum die Lebensdauer des Rauchmelders verkürzen würde. Wer für diese Räume einen präventiven Brandschutz sucht, der sollte hier lieber einen Wärmemelder installieren, denn der ist wesentlich unanfälliger gegenüber Staub und Dampf, weil er normalerweise nur bei Temperaturen über 58 Grad Celsius anschlägt.

In einem Raum sollten mehrere Rauchmelder angebracht werden, wenn:

  • der Raum größer als 60 m2 ist
  • der Raum L-förmig ist – hier sollte in jedem Teilbereich ein Melder montiert werden
  • die Zimmerdecke durch Unterzüge in einzelne Felder aufgeteilt ist, die größer als 36 m2 sind
  • die Zimmerdecke durch mehr als 20 cm hohe Unterzüge oder Holzbalken unterteilt ist
  • der Raum durch hohe Trennwände oder Möbel unterteilt ist – dies könnte die Ausbreitung des Rauches Richtung Rauchmelder behindern
  • die Fläche von Podesten und Galerien größer als 16 m2 ist und die Länge und Breite jeweils größer als 2 m.

Besonderheiten für Rauchmelder in Fluren:

  • In Fluren / Räumen von maximal 3 m Breite sollte der Abstand zwischen zwei Rauchmeldern maximal 15 m betragen und der Abstand des ersten Melders maximal 7,5 m vom Ende des Flurs entfernt sein.
  • In Fluren / Räumen von weniger als 1 m Breite sollten die Melder mittig montiert werden. Der übliche Minimalabstand von 0,5 m bis zur Wand kann in diesem Fall nicht eingehalten werden. Der Abstand des ersten Melders sollte auch hier maximal 7,5 m zum Ende des Flurs betragen.

Besonderheiten für Rauchmelder bei Wandmontage:

  • Bei Fluren / Räumen mit einer Fläche kleiner als 6 m2 kann der Melder ersatzweise auch an der Wand befestigt werden. Achtung: Häufige Fehlalarme können so zwar vermieden werden, aber durch die Wandmontage könnte der Rauch den Melder später erreichen als bei der Deckenmontage.
  • Eine Wandmontage ist ebenfalls eine Alternative, wenn die Decke porös ist. Der Melder ist dann an der längeren Seitenwand im mittleren Drittel anzubringen und zwar 0,3 bis 0,5 m unterhalb der Decke.
  • Im Umkreis von 0,5 m um den Rauchmelder sollte die Wand frei von Möbeln oder Deko-Gegenständen sein.
  • Achtung: Für die Wandmontage sollten Melder gewählt werden, die speziell hierfür konstruiert wurden.

Grundsätzliche Umgebungsbedingungen, die zu beachten sind, um die einwandfreie Funktion des Rauchmelders zu gewährleisten:

  • Die Temperatur in den Montage-Räumen sollte zwischen – 4 und + 45 Grad Celsius liegen.
  • Der Rauch sollte freien Zugang zum Rauchmelder haben, das heißt, diesen er sollte nicht in der Nähe von großen Dekorationsgegenständen montieren werden.
  • Starke Zugluft sollte vermieden und der Melder nicht in unmittelbarer Nähe eines Luftschachts angebracht werden, da diese Position den Rauchzugang zum Melder beeinträchtigen könnte. Achtung: Sicherstellen, dass Klimaanlage oder Lüftung zum Zeitpunkt der Montage nicht versehentlich ausgeschaltet sind.
  • In Räumen mit perforierten Decken, die der Belüftung dienen, sollten diese in einem Radius von 0,5 m rund um den Rachwarnmelder abgedeckt werden.
  • Melder nicht in direkter Nähe von Heizung oder Klimaanlage platzieren.
  • Das Anstreichen des Rauchmelders ist zu vermeiden, da die Farbe die Lufteingangsschlitze verstopfen könnte und dadurch kein Rauch mehr eindringen kann. Alternative Lösung: Viele Hersteller bieten Rauchmelder-Gehäuse in verschiedensten Farben- und Formen.
  • Rauchmelder mit 230 Volt sollten sicherheitshalber immer an einen eigenen Stromkreis angeschlossen werden.

Die optimale Raum-Position

In privaten Haushalten gehören Rauchmelder in aller Regel unter die Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt. Am besten in der Raummitte platzieren.

Rauchmelder Standort: Die optimale Raum-Position

Einige Besonderheiten gilt es bei Rauchmeldern in Räumen mit schrägen Decken zu beachten:

  • Auch bei Dachschrägen sollten die Melder immer in waagerechter Position angebracht werden, da sonst die Gefahr besteht, dass der Rauch durch den Melder hindurch zieht, ohne Alarm auszulösen.
  • Wird der Melder bei einem spitzen Dach an einem niederen Dachbalken angebracht, sollte der Montagepunkt um 0,3 – 0,5 m niedriger liegen als der höchste Punkt im Raum. So kann sich trotzdem ausreichend Rauch zum Auslösen des Alarms sammeln.
  • Für schräge Decken mit einer Neigung kleiner 20 Grad gelten die gleichen Bedingungen und Regeln wie für waagerechte Decken.
  • Den Melder mindestens 0,5 m und höchsten 1 m von der Deckenspitze entfernt montieren, wenn die Schräge größer 20 Grad ist. Der Grund, es könnten sich so genannte Wärmepolster bilden, die den Rauchzugang zum Melder behindern.
  • Bei anteiligen Dachschrägen mit einem waagerechten Anteil größer 1 m wird der Melder mittig an der waagerechten Decke montiert.

Vernetzung von Rauchmeldern

Speziell bei größeren oder mehrgeschossigen Häusern sollten die Rauchmelder sinnvollerweise vernetzt werden, damit man auch in der übrigen Wohnung mitbekommt, wenn im Keller ein Notfall aufgetreten ist. Die Geräte werden dabei per Kabel- oder Funkverbindung untereinander verbunden. So melden im Brandfall alle Geräte Alarm und nicht nur das Gerät in unmittelbarer Nähe zum Brandherd. Hier gilt es beim Kauf darauf zu achten, dass die Rauchmelder vernetzbar sind.

Vernetzung per Kabel

Die Vernetzung per Kabel ist eine sehr gute Wahl für Neubauten oder größere Umbauten, denn alle Rauchmelder müssen untereinander mit einem 2-adrigen Kabel verbunden werden. Der Vorteil dieser Technik ist die maximale Zuverlässigkeit und die Tatsache, dass die Batterien des Melders geschont werden, da kein Funkmodul mit Strom versorgt werden muss. Ein Nachteil ist die schwierige Ortung des Alarm auslösenden Meldemoduls.

Vernetzung per Funk

Der größte Vorteil der Funkvariante ist die Flexibilität – das heißt, auch in bereits bestehenden Gebäuden können Funknetzwerke problemlos nachträglich realisiert werden, weil das Verlegen zusätzlicher Kabel entfällt. Stattdessen wird in jeden Rauchmelder im Netzwerk ein Funkmodul integriert und per Programmierung vernetzt. Die Alarmierung verläuft ähnlich wie bei der Verkabelung: Ein Melder entdeckt den Rauch, löst Alarm aus und informiert gleichzeitig alle anderen Melder im Netz. Manche Hersteller bieten zusätzliche Erweiterungen – wie Fernbedienungen oder Schalter – an. Damit lässt sich der Ursprungsort der Gefahr schnell und sicher orten.

Wartung – regelmäßige Kontrolle der Batterien

Batteriebetriebene Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis – das macht sie unabhängig und flexibel. Allerdings funktionieren sie nur einwandfrei, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien ausgestattet sind. Liefern die Batterien keinen Strom mehr, ist auch der Rauchmelder außer Funktion. Geräte, die der DIN-Norm EN 14604 entsprechen, erinnern jedoch circa 30 Tage bevor sie endgültig leer sind durch ein Tonsignal an den Batteriewechsel. Vorsichtshalber sollte man einmal im Monat die Funktionsfähigkeit per Testknopf überprüfen. Um die Lebensdauer und Funktionstüchtigkeit des Melders nicht zu beeinträchtigen, sollte man der Batterieempfehlung des jeweiligen Herstellers folgen und auf Billig-Batterien verzichten.

Alkali-Batterien für Rauchmelder

Aufgrund ihrer hohen Kapazität und langen Lagerfähigkeit verwenden viele batteriebetriebene Rauchwarnmelder Alkali-Batterien. Diese Melder sind in der Regel nicht unter 5 Euro zu bekommen und haben eine Lebensdauer – je nach Hersteller und Häufigkeit des Testalarms – von rund zwei bis drei Jahren.

Lithium-Batterien für Rauchmelder

Alternativ können Lithium-Batterien eingesetzt werden. Diese haben eine mindest doppelt so lange Betriebsdauer, kosten aber auch circa doppelt soviel. Hier bleibt einem der Batteriewechsel aber rund zehn Jahre erspart. Wer sich für Lithium-Batterien entscheidet, sollte beim Kauf der Rauchmelder darauf achten, dass diese auch mit Lithium-Batterien bestückt werden können. Lithium-Batterien geben eine höhere Spannung ab, so dass es bei manchen Rauchmeldern zu Fehlfunktionen oder Defekten kommen kann.

Artikel von rauchmelder-test.eu