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Weniger Brandtote durch Rauchmelderpflicht

Im Rah­men einer Pressekonferenz stellten der Landesfeuerwehrverband Hessen, die Branddirektion Frankfurt am Main, der ZVEI und der Autor Dr. Sebastian Festag am 12. Juli 2013 der Öffentlichkeit die Ergebnisse der Studie vor.

Wie wichtig es ist, den Wohnungsbestand in Deutschland flä­chendeckend mit Rauchwarnmeldern auszustatten, wird lei­der immer dann am deutlichsten, wenn Brandkatastrophen Menschenleben fordern. Dass Rauchwarn­melder tatsächlich dabei helfen können, Menschenleben zu retten, und dass es deshalb erforderlich ist, ihre Installation zur Pflicht zu machen, weist Dr.-Ing. Sebastian Festag mit der neu erschienenen „Sulzburger Studie zur Einführungs­pflicht von Rauchwarnmeldern“ nach: „In allen Bundesländern, in denen Rauchwarnmelder verpflichtend eingeführt wurden, zeigt sich, dass die Brandopferzahlen gesunken sind. In eini­gen Bundesländern lassen sich sogar signifikante Verbesserun­gen in Bezug auf das Brandopferrisiko zwischen den Zeiträu­men vor und nach der Einführungspflicht ermitteln“, erläuter­te der Autor bei Vorstellung der Sulzburger Studie im Brand­schutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum (BKRZ) der Feuerwehr Frankfurt am Main.

Studienergebnisse bestätigen Erfahrungen aus der Praxis

Prof. Dipl.-Ing. Reinhard Ries, Direktor der Branddirektion Frankfurt am Main, bestätigte die Ergebnisse der Studie aus Sicht der Praxis: „Wenn Rauchwarnmelder installiert sind, ret­tet dies aus mehreren Gründen Menschenleben“, betonte der Leiter der Frankfurter Feuerwehr:

Zum einen können die Menschen sich schneller in Sicherheit bringen, wenn ein Rauchwarnmelder sie im Brandfall unverzüglich gewarnt hat. Zum anderen wird auch die Zugriffszeit der Feuerwehr – von der Entstehung des Brandes bis zu ihrem Eintreffen am Einsatzort – durch Rauchwarnmelder erheblich verkürzt.

„Wir werden schneller alarmiert, sind schneller am Einsatzort und können dort Leben retten,“ betonte Ries. Dementsprechend engagiert sich die Feuerwehr bereits seit langem dafür, dass sich in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Rauchwarnmeldern im Privatbereich durchsetzt, wie Prof. Reinhard Ries ausführ­te: „Wir leisten vor Ort mit einer Vielzahl von Aktionen Aufklärungsarbeit, um die Bür­ger davon zu überzeugen, in den einzelnen Haushalten Rauchwarnmelder einzuset­zen.“

Nur zuverlässige Melder gewährleisten Sicherheit

Die Sulzburger Studie ist auch eine Bestätigung für die Aktivitäten des Fachverbands Sicherheit im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). „Die Ergebnisse der Sulzburger Studie zeigen, dass unsere Initiative richtig war!“ hob Heinrich Herbster, Vorsitzender des Fachkreises Brandmeldesysteme und des Arbeits­kreises Normen und Richtlinien im Fachverband Sicherheit des ZVEI hervor. „Wir be­grüßen es, dass die gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht mittlerweile im Großteil aller Bundesländer eingeführt ist“, so Herbster. „Wichtig ist jetzt, dass sich die Rauchwarn­melderpflicht flächendeckend in ganz Deutschland durchsetzt. Angesichts der jüngs­ten Entwicklungen bin ich aber sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel bis spätestens 2015 erreichen.“

Unter anderem durch die Rauchwarnmelderpflicht bedingt sei allerdings mittlerweile ein so großes Angebot von Meldern auf dem Markt, dass es selbst Fachleuten schwerfalle, den Über­blick zu behalten. Hier gelte es, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Heinrich Herbster: „Nur ein Produkt, das funktioniert, kann Sicherheit gewährleisten. Mit dem ‚Q‘ gekennzeichnete Rauchwarnmelder haben die weltweit härtesten Qualitätsprü­fungen bestanden und stehen für maximale Alarmsicherheit im Brandfall und damit für höchste Qualität. Über die reine Pro­duktebene hinaus sollten aber auch die Fachbetriebe, die die Rauchwarnmelder instal­lieren, mit dem ‚Q‘ zertifiziert sein – ‚Q‘ und ‚Q‘ ist echte Sicherheit!“.

Quelle: www.baulinks.de